Wissen managen

  

Wozu Wissen managen?

Die Einsicht, dass Wissen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor geworden ist, hat sich durchgesetzt. Je besser die Wissens-Fitness, desto besser die Unternehmensergebnisse, d.h. besseres Wissensmanagement führt zu besseren Resultaten. Konkret ausgedrückt, bedeutet das etwa, entsprechend den Ergebnissen einer Untersuchung der Universität Graz über den Einsatzes des intellektuellen Kapitals in österreichischen Banken, dass die schlechteste der untersuchten Banken, gemessen an der besten, statt 375 Mio. öS mehr als doppelt so viel Wertsteigerung, nämlich 803 Mio. öS erzielen würde. Quite a difference. Wissen zahlt sich aus.

 

 

 

Links zu Knowledge-
Management

Beachten Sie auch die 
Publikation: Wissen ist ein gefährliches Gut!?

 

Erfahrungen

In den letzten Jahren haben viele Unternehmen begonnen, sich mit Wissensmanagement zu beschäftigen. Dabei ist eine vielmalige Desillusionierung zu verzeichnen. Etliche der Hoffnungen, dass man nun das vorhandene Wissen optimal nutzen können und die entsprechenden Geschäftsfortschritte baldmöglichst auszuweisen hätte, haben sich als irrig erwiesen. Warum?

Das "Problem" Wissen

Wissen ist ein gänzlich anderer "Stoff" als Geld, Maschinen oder Personal. Es ist vielfach kontext- oder personengebunden, vergänglich, schlecht greifbar, schlecht explizierbar usw. Diese Merkmale machen rasch klar, dass einfache Zugriffe leicht versagen können. Die Implementierung eines Intranets reicht noch nicht aus, und auch ein Unternehmensportal ist, so wertvoll es sein kann, zuwenig, um Wissen zielorientiert zu managen.

Kann man Wissen überhaupt managen?

Wissensmanagement hat sich stark weiter entwickelt und differenziert (s. Übersicht). Man spricht heute von "2nd-Generation Knowledge Management" und meint damit die Bezugnahme auf jene Prozesse, Kontexte.und Rahmenbedingungen, die Wissensflüsse beeinflussen. 

Wenn auch Wissensmanagement als Begriff seinen Platz erobert hat, wäre es doch präziser von Wissensentwicklung oder noch genauer der Ermöglichung der Wissensentwicklung zu sprechen. Das ist der eigentliche Fokus heute.

Wissen "managen"

Mit Wissensmanagement meinen wir die Gesamtheit der Strategien zur Schaffung einer intelligenten Organisation (= kollektive Intelligenz) auf mindestens diesen vier Ebenen:

  • Personen: Niveau der Kompetenzen und Lernfähigkeiten
  • Gruppen/Teams: Communities of Practice; implizites und explizites Wissen
  • Organisation: Flexibilität, Lernfähigkeit, Innovationskompetenz, Vernetzung nach innen und aussen
  • IT: zur Operationsweise des Unternehmens kongeniale Kommunikations- und Informationsinfrastruktur.

Unser Ansatz

Zentral für Wissensmanagement ist die Unterscheidung, auf welcher Systemebene Wissensnutzung und vor allem -entwicklung stattfindet. Wissen und Lernen unterscheiden sich systematisch in ihren Formen und Dynamiken, je nachdem ob es um geht. Jedes der drei Systeme folgt seinen eigenen "Gesetzen". Das Lernen einer Mitarbeiterin oder eine Führungskraft läuft anders ab, als das eines Teams oder einer Organisation insgesamt. Es macht einen Unterschied, ob eine Mitarbeitern für sich eine neue Lösung entwickelt, ein Team Erfahrungen eines Projektes auswertet und dokumentiert, oder organisationsweit eine Knowledge Map des Unternehmens erstellt und ins Intranet gestellt wird. 

Ausgehend von diesem Raster kann

  1. ein konkretes Bild der Situation des Unternehmens oder eines Bereichs gewonnen werden (-> Knowledge Flow Assessment)
  2. klar werden, was Wissensmanagement für ein konkretes Unternehmen in seiner aktuellen Situation heissen soll und
  3. es kann eine sinnvolle Entscheidung getroffen werden, welche Aktivitäten verstärkt unternommen werden sollen.
 

     

Feedback
E-Mail: cschmitz@corprag.ch
  

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