ErfahrungenIn den letzten Jahren haben viele Unternehmen begonnen, sich mit Wissensmanagement zu beschäftigen. Dabei ist eine vielmalige Desillusionierung zu verzeichnen. Etliche der Hoffnungen, dass man nun das vorhandene Wissen optimal nutzen können und die entsprechenden Geschäftsfortschritte baldmöglichst auszuweisen hätte, haben sich als irrig erwiesen. Warum? Das "Problem" WissenWissen ist ein gänzlich anderer "Stoff" als Geld, Maschinen oder Personal. Es ist vielfach kontext- oder personengebunden, vergänglich, schlecht greifbar, schlecht explizierbar usw. Diese Merkmale machen rasch klar, dass einfache Zugriffe leicht versagen können. Die Implementierung eines Intranets reicht noch nicht aus, und auch ein Unternehmensportal ist, so wertvoll es sein kann, zuwenig, um Wissen zielorientiert zu managen. Kann man Wissen überhaupt managen?Wissensmanagement hat sich stark weiter entwickelt und differenziert (s. Übersicht). Man spricht heute von "2nd-Generation Knowledge Management" und meint damit die Bezugnahme auf jene Prozesse, Kontexte.und Rahmenbedingungen, die Wissensflüsse beeinflussen. Wenn auch Wissensmanagement als Begriff seinen Platz erobert hat, wäre es doch präziser von Wissensentwicklung oder noch genauer der Ermöglichung der Wissensentwicklung zu sprechen. Das ist der eigentliche Fokus heute. Wissen "managen"Mit Wissensmanagement meinen wir die Gesamtheit der Strategien zur Schaffung einer intelligenten Organisation (= kollektive Intelligenz) auf mindestens diesen vier Ebenen:
Unser AnsatzZentral für Wissensmanagement ist die Unterscheidung, auf welcher Systemebene Wissensnutzung und vor allem -entwicklung stattfindet. Wissen und Lernen unterscheiden sich systematisch in ihren Formen und Dynamiken, je nachdem ob es um geht. Jedes der drei Systeme folgt seinen eigenen "Gesetzen". Das Lernen einer Mitarbeiterin oder eine Führungskraft läuft anders ab, als das eines Teams oder einer Organisation insgesamt. Es macht einen Unterschied, ob eine Mitarbeitern für sich eine neue Lösung entwickelt, ein Team Erfahrungen eines Projektes auswertet und dokumentiert, oder organisationsweit eine Knowledge Map des Unternehmens erstellt und ins Intranet gestellt wird.
Ausgehend von diesem Raster kann
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